Grüss Göttin! Am Freitag, den 30. Oktober wurde eines der bekanntesten Kunstinstallationen im öffentlichen Raum in Österreich an der Mariazeller Straße enthüllt. Auf der Höhe Park & Ride-Anlage St. Pölten Süd werden die vorbeifahrenden Autofahrer:innen ab sofort etwas anders begrüßt – für die nächsten zwei Jahre und möglicherweise auch länger.
„Ich freue mich riesig, dass nach 15 Jahren in Tirol – Kufstein und Innsbruck- und einem ganz kurzen Zeitraum in Graz das Schild der Künstlerin Ursula Beiler jetzt bei uns gelandet ist“, so Mag.a Martina Eigelsreiter vom Büro für Diversität, „ein großes Danke auch an Doris Kloimstein, die als ‚Kulturvermittlerin‘ den Kontakt zur Künstlerin herstellte.“
Die Tiroler Land Art- und Aktionskünstlerin sowie Bildhauerin Ursula Beiler sorgt mit ihren feministisch geprägten Projekten und Installationen für Diskussionen im ganzen Land. Unter ihrem Künstlernamen Urbeil erlangte sie längst überregionale Bekanntheit.
Wenig überraschend sind die Debatten, die sich seit der Enthüllung des Schildes auf Social Media und in den Kommentaren der heimischen Medienlandschaft abspielen. Wobei „Debatten“ bei der überwiegenden Anzahl der negativen Comments ein wenig (ok: sehr) hochgegriffen ist: Vielmehr sind größtenteils stumpfe, abwertende, spöttische und verletzende Meinungsäußerungen nachzulesen. Also wie immer, wenn sich persönliche Ängste regen, es könnte sich vielleicht etwas verändern. In diesem Fall jedoch besonders hässlich – also wie immer, wenn es um feministische Zeichensetzung geht.
Wir gratulieren Niederösterreichs Landeshauptstadt zu ihrem mutigen Schritt – und sagen sehr gerne: Grüß Göttin!
Danke fürs Weitersagen!