Feministischer Leseclub St. Pölten

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Zwei Frauen stehen vor einem weißen Gebäude
© zVg/Feministischer Leseclub St. Pölten
We all should be feminists. Die Gründerinnen Ursula und Maja im Kurzporträt.
Lebenswirklichkeiten neu lesen: Mit dem Feministischen Leseclub St. Pölten haben Ursula Ebel und Maja Sito ein bedeutendes Format in die Stadt geholt. Im Kurzporträt verraten sie mehr von sich.

Feminismus bedeutet für uns, dass wir uns die Lebenswirklichkeiten aller ansehen, und keine voreiligen Schlüsse ziehen. Feminismus kann eine großartige Bewegung sein, wir können Teil dieser Bewegung sein. Denn: „Nichts ist absolut. Alles verändert sich, alles bewegt sich, alles dreht sich, alles fliegt und verschwindet.“ (Frida Kahlo)

Von der Wölfin erwarten wir uns: Eine gute Vernetzung aller schlauer Köpfe in St. Pölten und dem weiten Umland.

Konkrete Beispiel für aktiv feministischen Handlungsbedarf in unserem Alltag fallen uns natürlich viele ein – etwa als es beim Kindertraining im Sportverein zuletzt hieß: „Mädchen gegen Jungs machen wir jetzt, das klappt immer“. Oder sich nachts am Heimweg vom Bahnhof zum Fahrrad mehrmals möglichst unauffällig umzudrehen, um die Lage zu checken. Oder sich mit dem Partner wieder einmal in die Haare darüber geraten, wer mehr „freie“ Zeit in Anspruch nehmen kann bzw. genommen hätte.

„Nicht ja sagen, ja tun!“

Ursula & Maja

Feministischer Leseclub St. Pölten

Habt ihr persönliche Beispiele für die positive Auswirkung von aktivem Feminismus im täglichen Leben?

URSI: Auf jeden Fall, dank der feministischen Bewegung und den vielen schlauen Frauen, die daran beteiligt waren, habe ich immer wieder die Möglichkeit die Perspektive bewusst zu verändern, etwa wenn ich Liv Strömquist im Ohr habe mit der simplen Anweisung „Geh raus!“ Diese kann man leicht mit einer klagenden Bemerkung meiner Oma in Verbindung bringen, die meinte: „Nicht ja sagen, ja tun!“

MAJA: Und natürlich auch unser Feministischer Leseclub, der einen Raum für alle öffnet, die sich mit Literatur und feministischen Inhalten mehr beschäftigen möchten. Wir treffen uns regelmäßig in St. Pölten, es hat sich ein fixer Kern an Teilnehmerinnen entwickelt und zudem gibt es einige, die immer wieder mal vorbeischauen. Der direkte Austausch macht ein Gefühl der Verbindung möglich, das beglückend ist.

Der nächste Feministische Leseclub in St. Pölten

Wir freuen uns immer über neue Gesichter. Unser nächstes Treffen ist am Sonntag, 29. November, 18 Uhr in der wunderschönen Bar des Cinema Paradiso St. Pölten.

 

Wo seht ihr Feminismus als selbstverständlichen Teil des eigenen Lebens?

URSI: Dank der Beschäftigung mit Feminismus ist mir das Phänomen, dass es ein leichtes Spiel ist, Frauen gegeneinander auszuspielen, vertraut. Somit versuche ich da immer aktiv entgegenzuwirken, insofern das möglich ist.

Ein finaler Input zum Thema Feminismus?

Wir würden eine aktive Vernetzung großartig und wichtig finden – von Vereinen und Einzelpersonen, von Institutionen und Parteien, von Initativen und NGOs etc., ganz gleich auf welcher Ebene diese dann stattfindet: per Nachricht, auf Social Media, durch den Besuch von Veranstaltungen oder durch schlaue Hinweise und Anmerkungen.

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Anm. der Redaktion: Ein schöner Beitrag zum Thema ist auch beim St. Pöltner Cityflyer nachzulesen.

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