Frauen sollen dabei zur Ruhe kommen, sich endlich wieder spüren und sich dafür bewusst Zeit nehmen.
„Pilates baut neue Muskeln auf“, sagt Claudia, „du findest zu neuer Körperspannung oder fühlst manche Körperpartien erstmals bewusst.“ „Mir geht es um die Verbindung zu dir selbst und um die Kontrolle über deinen eigenen Körper. Du entdeckst, wie viel Kraft wirklich in dir liegt und darfst mit deiner Körperlichkeit experimentieren.“ Von der Zehe bis zum Scheitel ist in ihren Pilates-Einheiten keine leere Phrase. „Wie oft stehst du auf den Zehen und merkst, wie stark sie sind?“, gibt sie als Impuls, „oder versuch doch mal, ganz ruhig und fest zu stehen und dich rein aus der Hüfte so weit wie möglich nach links oder rechts zu drehen – wie weit kommst du?“ Den Kopf ganz gerade halten, in Balance-Posen verharren, in Zeitlupe Bauchmuskeln oder Oberschenkel belasten: All das und noch viel mehr gibt die Trainerin mit Herz und Seele in ihren Stunden weiter.
„Die von mir angebotenen Trainings sind zeitlich an den Alltag von uns Frauen angepasst“, führt sie aus, „zum Beispiel unmittelbar nachdem wir alle unsere Kinder gut in die Schule gebracht haben oder am frühen Abend, wenn vielleicht der Partner oder jemand anderer aufs Kind aufpassen kann. Hier dürfen Familienmitglieder einspringen, damit du dir diese Stunde nimmst. Sie gehört dir.“
Besonders am Herzen liegt Claudia Wildthan das Selbst-Bewusstsein, das mit dem Training einhergeht. „Mit Pilates spürst du körperlich relativ schnell, was sich verändert“, erklärt sie ihren Zugang, „aber du trainierst für dich: Du gehst und stehst aufrechter, spürst deine Kraft und tust damit gleichzeitig etwas für dein inneres Standing, deine Resilienz und dein Einstehen für dich selbst.“
Auf individuelle Wünsche ihrer Klientinnen nimmt sie gerne Rücksicht, jedoch: „Langfristig wirkt es, den gesamten Körper zu stärken. Es bringt dir nichts, nur auf deinen Bauch oder nur auf die Oberarme zu schauen und dort reinzutrainieren. Einzelne Partien darfst du besonders beachten, stärke dich aber bitte immer als Ganzes.“
Am erfüllendsten ist für Claudia der Moment nach der Stunde: „Wenn ich nach einer Stunde, die auch fordern darf, das Lächeln in den Gesichtern der Frauen sehe, bin ich zutiefst erfüllt. Sie haben sich selbst wieder gespürt, und darum geht es.“
Dazu erzählt sie auch von Nahrungsergänzung, die sie selbst verwendet. In unregelmäßigen Abständen veranstaltet sie gemeinsam mit anderen Frauen aus dem Gesundheitsbereich Pilates Specials und Gesundheitsvorträge. Was sie dabei auszeichnet, ist ihre Menschlichkeit: „Mir geht es als Unternehmerin um das Zwischenmenschliche und Persönliche. Ich will wissen, wie es der Frau gerade geht und was sie braucht, um bei sich anzukommen. In meiner Welt ziehe ich Kooperation und ein Miteinander dem Wettbewerb vor. Es ist genug für alle da und wir dürfen einander unterstützen – gerade wir Frauen, denn so viele von uns schupfen Doppel- und Dreifachbelastungen. Wenn jede von uns lernt, sich selbst zu führen und wir einander zuhören und an einem Strang ziehen, entsteht viel mehr, als jede von uns allein schaffen könnte.“
„Ich lehre nicht, wie du dich bewegst – ich lehre, wie du dich führst.“
Danke fürs Weitersagen!