Als Studentin und Jugendgemeinderätin der Stadt St. Pölten ist es Lisa-Maria wichtig, die Jugendpolitik auch mit feministischen Themen und Schwerpunkten zu verknüpfen. Passend dazu lautet ihr Motto: Ich kann alles schaffen, solange ich an mich selbst glaube.
„Für mich ist Feminismus insofern ein selbstverständlicher Teil meines Lebens“, erzählt die jüngste Gemeinderätin der GRÜNEN. „Etwa, indem ich immer gendergerechte Sprache verwende. Es ist mir ein Anliegen, dass vor allem auch unsere Sprache und Kommunikation inklusiv und feministisch sind.“
Feminismus bedeutet für mich … dass alle Menschen unabhängig ihres Geschlechtes dieselben Möglichkeiten und Chancen haben. Dass alle Geschlechter gleich und fair entlohnt werden und Care-Arbeit als Arbeit angesehen wird.
Ein konkretes Beispiel für aktiv feministischen Handlungsbedarf sah ich erst vor kurzem, als … ich politischen Content gepostet habe – und nicht meine Meinung oder meine Aussagen sachlich kritisiert wurden. Stattdessen bekam ich Nachrichten wie „dich will keiner f_cken, du wirst einsam sterben“ oder „du bist eh hässlich“. Das hat mir gezeigt, dass ich auch und gerade im politischen Kontext lediglich auf meinen Körper und mein Frau-Sein reduziert werde. Und dass es eindeutig feministischen Handlungsbedarf gibt.
Wichtig zum Thema des Feminismus ist mir außerdem: Viele Menschen setzen Feminismus mit Männerhass gleich. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass alle Menschen und vor allem auch Männer verstehen, dass wir als Gesellschaft von einer feministischeren Welt profitieren. Sei es in Bezug auf toxische Männerbilder, unfaire Entlohnung, unsichtbare Care-Arbeit oder Gendermedizin: Wenn wir es gemeinsam schaffen, die patriarchalen Strukturen aufzubrechen, haben wir alle eine bessere Welt zu gewinnen.
Danke fürs Weitersagen!